Eine anscheinend unendliche Geschichte seit beginn der
Finanzkrise!!!!!
Trotz aller Probleme sollen Offene Immobilienfonds eine hervorragende Ergänzung fürs Portfolio sein, so eine Studie. Doch viele Gründe sprechen gegen diese These.
Die kritischen Stimmen zum Zustand des Marktes der Offenen Immobilienfonds, einer der Lieblingsanlagen deutscher Anleger, häufen sich. Der Bundesverband Investment und Asset Management e. V. (BVI), traditionell kämpferisch für diese Anlageform engagiert, meinte nun mit einer Studie gegenhalten zu müssen, die in der Branche zu Diskussionen Anlass gibt.
Schon bei einem defensiven Portfolio lasse sich das Risiko um 22% senken, wenn zwischen 20 und 25% Offene Immobilienfonds beigemischt werden. Außerdem würde sich auch die Rendite erhöhen, so der BVI. Manfred Gburek, ein Urgestein des Wirtschaftsjournalismus, nennt in seiner wöchentlichen Kolumne „Gbureks Geldgeklimper“ die Studie einen „Marketinggag“ und die These der Studie, wonach Offene Immobilienfonds ein „wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Asset-Allocation“ seien, eine „dreiste Behauptung“, angesichts der Tatsache, dass viele Offene Immobilienfonds-Anleger seit Monaten nicht mehr an ihr Geld kommen und viele ihre Altersversorgung in Gefahr sehen.
Der aktuelle Stand
Noch immer sind 30 der rund 85 Mrd. Euro, die Anleger in diese Anlageform investierten, eingefroren. Die zuvor offenen Fonds sind zu geschlossenen Fonds geworden. Maximal zwei Jahre dürfen sie laut Gesetz geschlossen bleiben. Bis dahin sammeln alle geschlossenen Offenen Immobilienfonds weiter Geld ein. Ob das und eventuelle zwischenzeitliche Immobilienverkäufe ausreichen, damit nach der Wiedereröffnung allfällige Rückgaben von Fondsanteilen abgewickelt werden können, ist fraglich. Im negativen Fall müssten die Fonds dann schnell wieder geschlossen werden. Das wäre dann wegen des damit verbundenen weiteren Vertrauensverlusts für die gesamte Branche, auch für den letzten betroffenen Anleger, ein deutlicher Hinweis, „dass da etwas nicht stimmen kann“, so Gburek.